Donnerstag, 13. November 2008

bavarian upgrade

Seit einer recht ausführlichen Sommerberichtserstattung hat sich der Handlungsreisende wieder in heimatlichen Refugien eingefunden. Dem ursprünglichen Plan sich zum Zwecke des Magisterarbeitsschreibens in das urelterliche Fachwerkhäuschen in der Lausitz zurückzuziehen, welches gerade als nettes Feriendomizil saniert wird musste ich leider verwerfen. Ärgerlich ins besonders in Anbetracht des einmonatigen Eintauchens in ein regelrechtes Handwerkerdasein. Die Intellektuelle Durststrecke hatte jedoch sein gutes. Einerseits kann ich nun bei Trampexzessen und Stammtischgesprächen mit Expertise über Trockenbau, Statik, Isolierung, Estrichböden, etc. mithalten. Andererseits akkumulierte ich auf diese Wiese einen unwahrscheinlichen Lesebedarfs- und Wissenszuwachsstau.

Kurzum, nachdem ich weinerntent das Mosel- und den Rheintal bereist und einen Kurzausflug in die Sonne eingelegt habe, bin ich nun im tiefschwarzen Bayern „ sesshaft “ geworden. Ein FES-Ehemaliger bewohnt in der Nähe von Eichstätt eine mondäne Bleibe, in der ich ein Zimmer beziehen kann. Die Bibliothek ist keine 15 Minuten entfernt, die Fernleihen gratis, das Essen gut, Kost und Logis frei, abendlich-tiefführende Gespräche inklusive und günstige Sauna- und Schwimmgelegenheiten vor Ort.

Das Thema der Arbeit kristallisiert sich immer stärker heraus, ich habe mich in ein Literaturarchivierugsprogram (Litlink) eingearbeitet, der Tagesrhythmus ist auf Arbeit (und Hundgassiführen) umgestellt und es geht (gefühlt) voran. Ab und an nötigen mich Zahnarzttermine, FI-Projekt (neuer Spielepreis), oder unsägliche (Kür-) Seminareinheiten den langen Rückweg ins Sachsenlande hinter mich zu bringen, aber dafür entschädigt Geschwisterlächeln und Freundetreffen.

Vorerst grüße aus weihverräucherter Klause

(man bestaune die neuen NagerAktivitäten und den neuen Link zur Rechten mit den lustigen Äffchen! )

Freitag, 7. November 2008

amusement

bevor wieder Ernstes zum Autor, seinem Leben, aktueller und abgehakter Themen aufgearbeitet und dargelegt wird...

Lustiges für Interessierte:

Seht selbst:











und weils so schön ist hier noch ein gedicht welches angeblich Tucholsky zugeschrieben wird ....


"Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht."
Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"

nur dumm das HIER klar wird, dass des netten Textes Schöpfer putzmunter ist und ein Tucholskyflickwerk mit völkischen Resentiments angereichert hat...

HOLZAUGE SEI WACHSAM!!!

Sonntag, 31. August 2008

aller guten Teile sind Drei

bevor sich hier und ueber die Maus meiner Leser Spinnenweben oder andere Spuren der Abstinenz legen, muss ich meinem Vorsatz nachkommen wenigstens diesen Urlaub öffentlich revue-passieren zu lassen!

Also ich machs kurz und wer mehr will der melde sich beim Autor!

Das Dampfross karrte uns (nach Valencia (siehe 14.8.)) in klimatisierten Ambiente und vorbei an kultiviert-mediteraner Landschaft Richtung Cordoba.
Dort stieg man in einer gemütlichen familieneigenen Stadwohnung ab, verbarg sich tagsueber vor dem Toaster am Firmament und schlich im Mondenschein zu Flamencokonzerten, einfach nur entlang geschichtsgeladener Stadtmauern bzw. Stadtmauren (den dieser Vergleich ist bei der ehemals beeindruckendsten muslimischen Stadt Europas durchaus angebracht)*, traf sich mit anderen hier wohnhaften Weltenbummlern und liess sich Andalusien munden.

Es schlossen sich einige Tage im Privatpalast Montilla in kleinstädtischer Athmosphäre, unter neugierigen Blicken (ob des hellpigmentierten Gebietsfremden) und holprig-herzlicher Kommunikation mit nachwachsenden Montilianern in Englisch an. Inklusive Einkaufstouren auf dem Zigeunermarkt und bei den üppig vorhandenen Kleingewerbetreibenden vor Ort**

Ferner rief der Strand nahe Malaga. Anders als im Ofen Cordoba konnte man hier auf Umluft zählen (Wasserkühlung inclusive). Der Strand steinig, der Tag überschaubar, die Mitbewohner familiär, der Pool zu lauwarm, die Nächte fröhlich, die nahe Grosstadt verückt, eine Privatführung im botanischen Garten grandios, die Internetverbindung gut, die Verköstigung üppig und das städtebauliche Umfeld von historisch-orientalisch über mediterna-touristisch bis urban-modern sehr vielschichtig!

Es folgen kleine bzw. grosse Steppvisiten auf Tennisplaetzen, in Boutillons, in Billard- und Dartetablisements, in der Stierkampfarena, auf der Festung und bei der feucht-fröhlichen Feria Malagas.

2 Geburttage wurden zünftig zellibriert und mit lustigen Assesoirs beschenkend unterstützt.

Letztendlich lösste sich das bisher reisende 3er-Team aus 2mal Alemand und 1mal Spaniol auf und man liess den warmen sonnigen Sommer bei gutem hauseigenem Wein, jazziger Musik und einem kalten Pool im Privatpalast Montilla ausklingen.

Finales Schmankerl waren die Besichtigung der Premiumwinzerei Alvear und ein kurzer Ausflug in die Hippistadt Granda (mit zünftiger Unterkunft in georndeter Kommune, nächtlichen Streifzuegen und ein Blick auf die aus der Spielerwelt bekannte Alhambra)

Essenz an Eindrücken:
- Der Fernseher läuft (zu) oft
- Wasser ist jantz wichtisch
- Wasser zum reinspringen noch wichtiger
- Leute nehmen sich (und auch vieles andere) nicht so wichtig
- die iberische Halbinsel ist was Emanzipation angeht noch einige Genrationen zurück und Kirchens haben ihre konservative Melange noch in zu vielen Schläuchen (Hirnen) am gähren
- Das Wetter macht Vieles wett ;-)
- englisch braucht der Eingeborene (noch) nicht

... nun aber husch, husch mal wieder Richtung Heimat und an nem akzeptablen Studienabschluss basteln!






*Die unter fadenscheinigen nein: geschichtsglitternden nein: kreuzfahrenden Gruenden re-christianisierte Mezquita (span. fuer Moschee) war einst das Zentrum des westlichen Islams. Heute haengen Kreuze ueber schiitischen Intarsien ...

** Nachhaltig geht halt noch wenn der Grossmarkt nicht in die Innenstadt passt weil die Strassen fuer die Belieferung schlicht weg zu schmal sind und die Hitze jeden zusaetzlichen Weg (zum 3-Pfennig-Billiger-Laden) unmoeglich macht!

aktuelle Bilder gibts wie immer (bald)HIER

Freitag, 29. August 2008

..den holt der schauble!

Richtig! Aufregen wollte ich mich.

Denn das ist der Grund weshalb ich mich vor dem dritten Akt meiner Sommerreise genoetigt sehe meine Entruestung ueber heimatlich heimliche Postwurfsendungen des Rollstuhlimperiums (diesmal unter Beihilfe der Erbsenzaehler) zum Ausdruck zu bringen.
Zum Glueck hat meine Postdienststelle mich rechtzeitig aufgeklaert, dass auch ich zu den gluecklichen ersten Empfaengern der neuen Steuer-ID gehoere. Clever, dass ein Grossteil der Nummern waehrend der Urlaubszeit eingeht und die Annahme damit nur selten verweigert werden kann.

Worum gehts?
Kurzgesagt um die Vorbereitung einer verdeckte Volkszaehlung 2010 und den Aufbau eines einheitliche Melderegisters der auf Perspektive auch die erkennungdienstliche Behandlung erleichtern und beschleunigen soll.

Was regt auf?
- Volkszaehlung 1 durch das Bundesverfassungsgerichts (am 15. Dezember 1983) untersagt und den Schutz der Privatsphaere durch die Einfuehrung des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung gestaerkt
- als steuerliches Ordnungsmerkmal eingefuehrt aber per Verordnung als offener Datenpool zu missbrauchen
- Datenpool macht Vernetzung mit biometrischen Daten (neuer Pass), genetischen Daten (neue Gesundheitskarte mit Krankheitsverklaeufen, etc.) und Geodaten (Bewegungsprofil des Mobiltelefons) moeglich
- sichere Daten gelangen seit eh und je (und Hier, Hier, Hier auch ganz aktuell) an Dritte
- diese Dritten ergaenzen ihrerseits mit Konsumdaten (Payback), Kredittreue (schufa), Verhaltensprofielen (Surfverhalten im Internet ueber sitetracking)

Wo fuehrts hin?
Wie gern Erkennungsdienste, Versicherung, Arbeitgeber und den Zentralismus vorantreibende Behoerden in die dann schon gebackene Datentorte beissen wollen liegt auf der Hand!

Was tun?
Ach ja genau es gibt noch aufrechte Zeitgenossen, die sich anstrengen.
Ganz Interessierte sollten Hier nachlesen!

was macht der autor?
Ich werd ein Protestschreiben an das Bundeszentralamt für Steuern verfassen und ueberlegen ob ich den Rechtsweg beschreite und ueber die Finanzgerichtsbarkeit die Nichtzulässigkeit der Steuer-ID feststellen zu lassen. Das Einreichen kostet Geld und wenn der fall steht wuerde ich eine Aussetzung festsetzen bis das Musterverfahren der Humanistischen Union am Finanzgericht Köln unter dem Aktenzeichen 2 K 2822/08 entschieden wurde.

*autor uebergibt sich und entfernt sich fluchend aus der Spuren hinterlassenden digitalen Welt*

Donnerstag, 14. August 2008

Halbzeit in Spanien

... als erste Amtshandlung auf spanischem Boden nahm der verschwitzte Handlungsreisende eine Dusche, platzierte den befuellten Transporttorso im stillen Kaemmerchen und besichtigte Valencia per Vehikel. Ein Formel 1-Ring wird da gebaut auf den der maennliche spanische Nachwuchs sehr stolz zu sein scheint. Ausserdem gibts historisches und einige progressive Betonbauten* des Architekten Santiago Calatrava, die ein Ozenarium* und eine Science-Musseum beherbergten. Bei Ersterem machte unsere deutsche Mitstudentin einen kleinen Ausflug ins Land der Traeume* als wir zu lang bei 42 Grad in der Sonne stehen mussten. Bei Letzterem konnte ich die bis auf weiteres einzige behindertengerechte oeffentliche Einbrichtung Spaniens begutachten, welche unter anderen eine sehr interessante Ausstellung zum Thema Frau beherbergte. Selten habe ich ein Thema so vielseitig recherchiert und so aufgeklaert-offen dargelegt wiedergefunden. Englischsprachig und auf keinen Fall konservativ war die Ausstellung ein Schmankerl.

Am Abend ass man lecker beim Olympiausrichter und rettete sich dann hinter Metallstaeben vor an Hoernern brennenden und rennenden Stieren*. Fuer betrunkene Spanier gehoert Fluchtrennen vor einem tollen Stier zum Maennlichkeitsverstaendniss. Ab und holt einen dann der Darwinismus aber schnell auf den Boden der Arena zurueck und dann ist beim Kampf "surviest of the fittest" der Stier eben fitter gewesen.

Von der klimatisierten Wohnung des Freundes zog man bald in die Finka eines weiteren Studienkumpels am Strand in Gandia um. Die Tage wurden weiter in die kuehle Nacht verschoben und die Sonnenzeit am Strand oder in der Chiringuito* verbracht. Dass Alkoholika in der Waerme (auch auf den Tag verteilt) nur in ueberschaubaren Mengen vertraegt wurde Lesson 1 am ersten Strandtag der fuer den Handlungsreisenden frueh auf einer Matratze im schattigen Swimmingpool der Finka endete.

Des Wochenendes viel die bunte schwedische Erasmusschaar ein und ca. 20 Gluehbirnen (im doppelten Sinne) initierten ein Basisstation auf einem Campside in Strandnaehe. Boden hart, Duschen kalt, eigentlich nie saubere oder mit Papier bestueckte Toiletten, bescheidene spanische Kueche am Imbiss und eine troenende Partyhorde (genannt "Machinetas" (abgel. von rythmischem gezappel zu sog. Techno)) die nach durchzechter Nacht auf das Ende des Beschallungsverbotes gegen 8 Uhr wartete, liessen die gemeinsamen Tage zum "Erlebniss" werden. Cheringuito, gutes Fideua, einen ersten Eindruck reginoaler Meereskost, gute Koerperbraune und nette Abende mit Boutailione, (schweden-)Geschichteerzaehlen und sogenanntem "Clubhobbing" sind Schlagworte des ersten Revival-Erasmus-Treffens.

Als Schmankerl des letzten Tage konnte ich mich nach der fuer uns ausgerichteten Geburtstagsfeier eines Freundes am Strand mit Liveband, gutem Essen, vielen Leuten und guten Weinen vergewissern, dass ich wirklich Knochen und keinen Gruetze im Leib habe. Bei dem beherzten halbmeter-Sprung vom sandigen Strand auf steinigen Fussweg trixte Letzterer sehr unsportlich. Nachdem ich weiterlief, mein Gespraech beendet hatte und es etwas zu jucken begann schaute mich an der Frontpartie meines Unterschaenkels ein Knochen an. Vom Kratzer zum Schnitt dachte sich der Handlungsreisende, hielt die Wunde an zwei Stellen mit Daumen und Zeigefingern zu, wartete auf die Ambulance, liess sich den "kleinen Schlaatz" mit 6 Stichen naehen und kehrte gegen 6 Uhr des Morgens am Tag der geplanten Abreise im Refugium der Machinetas zurueck. Kein Baden, Schmerzpillen und Antibiotika im Gepaeck. Mittlerweile ist der Spass am verheilen und der Frosch huepft wieder... weiter Richtung Sueden.

*) Bilder gibts wieder hier!)

Freitag, 1. August 2008

2.222 klimatisierte Kilometer -Reiseauftackt-

Nunmehr 2 Wochen befindet sich der Entdeckungsreisende nun schon auf seiner Expedition durch die europaeischen Gefilde. Das koechersche Infrastrukturparadies entliess ihn mit neu erworbener 90l-Kraxe auf Huefte und Schulter und mit erhobenem Daumen Richtung Sueden. Nach einem Tag Hipiefahrstiel und dazugehoeriger Drogen-, Spiritual-, Musikthematik spuckt mich das deutsche Schnellstrassennetz vor der Haustuer eines (aus Schwedenzeiten heruebergeretteten) Gourmet- und Saunafreundes in Aalen aus. Nach durchzechten Naechten und Reminiszenzen an vergangene Tage sog mich die Autobahn zurueck und spuelte mich weiter Richtung Frankreich.Annecy das naechste Ziel. Eine abentteuerliche Kombination von Bahn und zweier Mitfahrgelegenheiten bringt mich gegen 17 Uhr ins traumhafte Heimatstadchen von Chris Destagnol. Farbenfrohe und gen Strasse gebeugte Giebe*l gruessen den an Kanaelen spazierenden und unter Packlast gebueckten Passanten. Franzoesisch-schweizerische Akzente gepaart mit suendhaften Dueften aus kulinarischen Tempeln schlagen einem entgegen. Der grosse Bergsee*, die ertraeglich warme Sonne und der aus der Ferne gruessende Mont Blancs bilden die athemberaubende Kulisse fuer einen entpannten Reiseauftackt. Herr Destagnol, der sich ebenfalls in dier Reihe "enge Freunde aus Schwedenzeiten" einordnen laesst, hat hier seine Wurzeln, der Grossvater eignete noch ein Fischerdorf am Strand welches inzwischen den Brunkbauten des Geldadels gewichen ist und den Destagnols damit ein solides Polster verschafft hat. Kaese und Wein am Abend sowie eine guter Pastis (Anisliqueur) mit einem zuenftigen Petanque !
am Morgen waren unsere taeglichen Fixpunkte.Ob Nacktbaden oder 40km Privat-Tour-de-France, man liess sich in den Tag leben. Nette BBQs mit Freunden und franzoesischen Spezialitaeten* (Schnecken) sowie eine am Vorabend besuchte dezent-rassistische "Negerperformance" mit starkpigmentierten Gebietsfremden im Affenkostuem gaben genug Gespraechsstoff fuer den Abend her. Im nahe gelgenen Aix-le-Bain konnten wir Manu Chao (link) und seiner Manu Negra Band zum Nullkostentarif von der benachbarten Dachterasse der CASA-MAMA-DESTAGNOL lauschen und dabei genuesslich vergorenen Traubensaft und Kaffe geniesen.

Leider entliess mich viel zu frueh auch dieser schoene Ort irgendwann wieder richtung Sueden. Mit etwas benzingetriebener Anschubunterstuetzung startete ich von Grenoble meinen Trampmarathon ins 1200 km entfernte Valencia. Eine Alt-68erin bis Valence (FR), eine drogentransportierende und um ihre katze trauernde Studentin bis Barcelona (ESP) und ein porschefahrender, hoteleignender und antiquitaetenhandelner Raser (inkl. Radarwarnausstattung) brachten mich in klimatisierten Kutschen (spanisch: cotsche) nach einer Reise von 12 Stunden an mein gewuenschtes Ziel. Ich war froh mein Zelt nicht in der Pamper aufschlagen zu muessen und eine unter der drueckenden Industriepotthitze Valencias auf die klimatisierte Unterkunft eines Freundes zurueckgreifen zu koennen. Nach einer naechtlichen Stadtrundfahrt (uebrhaupt laeuft oder biked man in spnaien scheinbar niemals) also einen "sightseeing" auf spanisch, einer Cerveza und einigen Tapas beendete ich diesen Abschnitt im Hotel Mamas Humbertos, Welches im 9ten Stock samt Dachterasse ueber der Stadt drohnte.



*) die entsprechenden Bilder gibt es HIER !


... - to be continued-

Demnaechst gibts dann Reflexionen zum Thema:

warum spaniesche Arbeiter mit deutsche Kollegen Minderwertigkeitskomplexe haben

weshalb man ab der franzoesischen Grenze (fast)nackt und mit offenem Fenster schlaeft und bis Mittags den Raum Dunkel haelt.

wie man sich am entspanntesten be 43 Grad Aussentemperatur bewegt

warum Leitungswasser verchlort und des spaniers Lieblingsfruehstueck aus veroeltem Zwieback mit Tomaten besteht

warum man Kaffe nur "con letche" oder "presso" bekommt

und warum wir keine Angst vor der "Globalisierung" haben muessen

tff

-hier folgt ein Beitrag zum tff rudolstadt-

Samstag, 28. Juni 2008

windige Motivation aus China

Der Sommer naht und der unregelmäßige Textausstoß lässt auf Betriebsamkeit oder gelebte Leichtigkeit schließen. Letzteres möchte ich für mich reklamieren...
Es gäbe auch zu Klagen über zu teure Spritpreise, die Einstellung meines geliebten Kursbuches, krebserregende Dämmstoffe, schlechten Fußball und noch schlechtere „Schland-Fans“, die ihr wieder gefundenes Nationalgefühl begrüßen und es im Deckmäntelchen der Völkerverständigung in das Gesicht von Dönerladenbesitzern spucken bzw. grölen.
Freuen kann man sich über ein unaufgeregtes Semester, nette Besuch, schöne Städtereisen, mehr Familienzeit, Baufortschritte in einem potentiellen Magisterarbeitsdomizil und der in Aussicht stehenden Beendigung des nunmehr 4jährigen Chemnitz-Arrangements.

Blitzlichter des aktuellen Aktivitätszirkels sind die Kündigung meines ZEIT-Abos, das Spiel „Stratego“ und „Find den Nachmieter“, zusammenschustern der letzten Hausarbeit, ein beschaulicher Tagesrhythmus, Kleingedöns welches halt so aufhält und viele internationale Skye-Telefonate.

Zu Wünschen bleibt eine ruhiger und eindrucksreicher Sommer, das die ruhige Studienplaung für den kommenden Herbst aufgeht, Mehr Zeit zum Lesen schöner Bücher und zum Saunieren bleibt, sich erträumte Perspektiven für die Nachstudienzeit erfüllen und Früchte wieder Geschmack haben.

Demnächst: Neue Gesichter und gewandelte Einstellungen

Bis dann

Mittwoch, 16. April 2008

Wochenendarbeiter

Nach Streichorgien in dem Altdomizil Weststraße 50 und vielen „tollen“ Vorträgen in der letzten Woche, die sich alle irgendwie um das Thema Sicherheit drehten, musste ich mir am Samstag erstmal die noch mögliche Freiheit nehmen und abermals nach Dresden abrücken. Dort adaptierten wir mit Nager in Konspirativen Nachtsitzungen (für eine kleines Schmerzensgeld) die didaktisch und statistischen Bögen des ProKind Bundesmodellprojektes aus dem Amerikanischen ins Deutsche. Lustige Kulinarische, akustische und koffeiene Höhepunkte haben wir natürlich zur Kompensation einschieben müssen. Nur die zu Praktikazeiten lieb gewonnenen Saunagänge mussten wir diesmal hinten anstellen.
Zurück am Desk geh ich mal weiter meine beständig wachsenden Liste durch und hoffe auf baldige Neuigkeiten, die sich hier in digitalen Stein meißeln lassen....

Rückerinnertes

All den interessierten Nerds sei an dieser Stelle noch eine kleine Zusammenstellung an Schwedenbildern zur Verkostung gereicht. Der Sommer wird interessant, da eine umfangreiche Rundreise and die Heimatorte meiner internationalen Mitstudenten geplant ist ... (auch dazu später mehr)

Die Bilder unter: www.johannesebermann.de ---> Mein Album ---> Kristianstad

ein gutes Stück Arbeit

dem ein oder anderem Leser dürfte zu Ohren gekommen sein, dass ich regulär arbeitend ein so genanntes Pflichtpraktika im Felsenweginstitut Dresden absolviert habe. 7 Wochen okkupierte ich die Wohnung von UNIlavion und durfte das schöne Nochweltkulturerbe unserer Landeshauptstadt all morgendlich en velo durchqueren. Schnuppern, Spuren hinterlassen und Impulse aufnehmen waren die drei Hauptlektionen die es zu lernen gab.
ProKind , eine Spieleschulung im Seminarbereich und konzeptionelle Zuarbeit für Familygames waren die tasks meiner Wahl.
Durch das Arbeitsluftschnüffeln in schon bekannter Atmosphäre bin ich etwas optimistischer was meine späteren Beschäftigungsalternativen angeht. Es ergaben sich direkt 3 mehr oder weniger Große Zubrotquellen die ich auch örtlich ungebunden anzapfen kann. (dazu ein anderes mal) Damit scheint es möglich meine Idee von 3 Standbeinen (Journalistisch, Realwirtschaftlich, Universitär/Seminarbereich) doch irgendwie unter eine Hut zu bekommen.
Kurzum eine tolle Erfahrung...
Studientechnisch gibt’s nur noch 2 Arbeiten, einen Bericht und eine didaktische Konzeption zu schreiben. Sowie einige Gespräche mit Dozenten für die Magisterarbeit zu treffen. Ab Herbst versuche ich das gute Stück in einer Stadt mit genügender Bibliothekskapazität auszuhecken.

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Zuletzt aktualisiert: 17. Apr, 22:14

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