(K)alte Bücher in kalten Hallen
…auf linoleumbedeckten Fußböden rennen geschäftig-telefonierende Studenten aus den stillen Hallen der lesenden Gemüter. Und mitten drin sitzt man an einem Samstag, ärgert sich über das (nur wochentags)anwesende Personal und nicht erledigte Vorbestellungen, wühlt sich orientierungslos durch halbvergilbte 68er Papiere der DUZ* und meißelt für wichtig gehaltene Textbruchstücke in die Tastatur oder zieht eine unlesbare Tintenlinie auf gehobelten und gebleichten Baum. Kurz, man ist in der deutschen Bücherei zu Leipzig .
Der anschließend entspannende Teil, führte durch das vorweihnachtliche aber zweihnachtsgeschäftige Leihen- und Freilufttheater des Sächsischen christmass(t)-Materialismus. Auch wenn ich mich immer sicherer durch die Flut von Krishnagesängen, tütenschleppenden Vätern und schnäppchenheischenden Rentnern bewege, macht mich der Laufstegcharakter der von hellerleuchteten Konsumtempelfassaden gesäumten Straßen immer noch nachdenklich. Gott sei Dank bin ich an keiner Passage** vorbeigemorpht, bei der einem suppenzuzellnde und bracketbesäumte*** Teenies aus dem Fenster zusehen. In dieser Situation bin ich immer nicht sicher, wer jetzt die zoologische Kuriosität darstellt und auf welcher Seite das Gattungsschild angebracht werden müsste.
Nachdem wir zwanghaft nach der Spezies der Vielen (ez.: ein Viel) in einigen Leipziger Nebengassen gesucht haben, sind wir noch zünftig in einen sehr anspruchsvollen nachdenklichen Celluloidstreifen namens Winterreise gegangen. Alle Filesharer und Edonker, sollten sich dieses Stück Cineastig einmal ansehen.
Der Freitägliche Freitag wurde zuvor in tanzender Pose, mit einer Nikon D70
im Anschlag und der grinen Kuzine beendet.
Am Sonntag saß man dann ganz studentisch von 10.30 bis 14 Uhr beim Brunch in einer bekannten Chemnitzer Lokation, ließ sich die 0,2 l inklusiv - Apfelsinensaft in den Rachen laufen und erlabte sich an gar wundersamen Speisen aus nie zuvor gehörtenHandelsketten Ländern. Harald Schmidt hat ein klasse Interview in der Zeit gegeben, die Rente mit 67 kommt und Vati wird - weil er 45 Jahre wird eingezahlt haben - nicht davon betroffen sein…
Ich bin nun stolzer Besitzer von 3 Babylon Circus Alben und warte aufGodot Schnee…
* deutsche universitätszeitung
** siehe Walter Benjamins Passagenwerk [Abschnitt "Stadt"]
***debonding längst überfällig
Der anschließend entspannende Teil, führte durch das vorweihnachtliche aber zweihnachtsgeschäftige Leihen- und Freilufttheater des Sächsischen christmass(t)-Materialismus. Auch wenn ich mich immer sicherer durch die Flut von Krishnagesängen, tütenschleppenden Vätern und schnäppchenheischenden Rentnern bewege, macht mich der Laufstegcharakter der von hellerleuchteten Konsumtempelfassaden gesäumten Straßen immer noch nachdenklich. Gott sei Dank bin ich an keiner Passage** vorbeigemorpht, bei der einem suppenzuzellnde und bracketbesäumte*** Teenies aus dem Fenster zusehen. In dieser Situation bin ich immer nicht sicher, wer jetzt die zoologische Kuriosität darstellt und auf welcher Seite das Gattungsschild angebracht werden müsste.
Nachdem wir zwanghaft nach der Spezies der Vielen (ez.: ein Viel) in einigen Leipziger Nebengassen gesucht haben, sind wir noch zünftig in einen sehr
Der Freitägliche Freitag wurde zuvor in tanzender Pose, mit einer Nikon D70
im Anschlag und der grinen Kuzine beendet.
Am Sonntag saß man dann ganz studentisch von 10.30 bis 14 Uhr beim Brunch in einer bekannten Chemnitzer Lokation, ließ sich die 0,2 l inklusiv - Apfelsinensaft in den Rachen laufen und erlabte sich an gar wundersamen Speisen aus nie zuvor gehörten
Ich bin nun stolzer Besitzer von 3 Babylon Circus Alben und warte auf
* deutsche universitätszeitung
** siehe Walter Benjamins Passagenwerk [Abschnitt "Stadt"]
***debonding längst überfällig
memodat - 30. Nov, 18:38