2.222 klimatisierte Kilometer -Reiseauftackt-
Nunmehr 2 Wochen befindet sich der Entdeckungsreisende nun schon auf seiner Expedition durch die europaeischen Gefilde. Das koechersche Infrastrukturparadies entliess ihn mit neu erworbener 90l-Kraxe auf Huefte und Schulter und mit erhobenem Daumen Richtung Sueden. Nach einem Tag Hipiefahrstiel und dazugehoeriger Drogen-, Spiritual-, Musikthematik spuckt mich das deutsche Schnellstrassennetz vor der Haustuer eines (aus Schwedenzeiten heruebergeretteten) Gourmet- und Saunafreundes in Aalen aus. Nach durchzechten Naechten und Reminiszenzen an vergangene Tage sog mich die Autobahn zurueck und spuelte mich weiter Richtung Frankreich.Annecy das naechste Ziel. Eine abentteuerliche Kombination von Bahn und zweier Mitfahrgelegenheiten bringt mich gegen 17 Uhr ins traumhafte Heimatstadchen von Chris Destagnol. Farbenfrohe und gen Strasse gebeugte Giebe*l gruessen den an Kanaelen spazierenden und unter Packlast gebueckten Passanten. Franzoesisch-schweizerische Akzente gepaart mit suendhaften Dueften aus kulinarischen Tempeln schlagen einem entgegen. Der grosse Bergsee*, die ertraeglich warme Sonne und der aus der Ferne gruessende Mont Blancs bilden die athemberaubende Kulisse fuer einen entpannten Reiseauftackt. Herr Destagnol, der sich ebenfalls in dier Reihe "enge Freunde aus Schwedenzeiten" einordnen laesst, hat hier seine Wurzeln, der Grossvater eignete noch ein Fischerdorf am Strand welches inzwischen den Brunkbauten des Geldadels gewichen ist und den Destagnols damit ein solides Polster verschafft hat. Kaese und Wein am Abend sowie eine guter Pastis (Anisliqueur) mit einem zuenftigen Petanque !
am Morgen waren unsere taeglichen Fixpunkte.Ob Nacktbaden oder 40km Privat-Tour-de-France, man liess sich in den Tag leben. Nette BBQs mit Freunden und franzoesischen Spezialitaeten* (Schnecken) sowie eine am Vorabend besuchte dezent-rassistische "Negerperformance" mit starkpigmentierten Gebietsfremden im Affenkostuem gaben genug Gespraechsstoff fuer den Abend her. Im nahe gelgenen Aix-le-Bain konnten wir Manu Chao (link) und seiner Manu Negra Band zum Nullkostentarif von der benachbarten Dachterasse der CASA-MAMA-DESTAGNOL lauschen und dabei genuesslich vergorenen Traubensaft und Kaffe geniesen.
Leider entliess mich viel zu frueh auch dieser schoene Ort irgendwann wieder richtung Sueden. Mit etwas benzingetriebener Anschubunterstuetzung startete ich von Grenoble meinen Trampmarathon ins 1200 km entfernte Valencia. Eine Alt-68erin bis Valence (FR), eine drogentransportierende und um ihre katze trauernde Studentin bis Barcelona (ESP) und ein porschefahrender, hoteleignender und antiquitaetenhandelner Raser (inkl. Radarwarnausstattung) brachten mich in klimatisierten Kutschen (spanisch: cotsche) nach einer Reise von 12 Stunden an mein gewuenschtes Ziel. Ich war froh mein Zelt nicht in der Pamper aufschlagen zu muessen und eine unter der drueckenden Industriepotthitze Valencias auf die klimatisierte Unterkunft eines Freundes zurueckgreifen zu koennen. Nach einer naechtlichen Stadtrundfahrt (uebrhaupt laeuft oder biked man in spnaien scheinbar niemals) also einen "sightseeing" auf spanisch, einer Cerveza und einigen Tapas beendete ich diesen Abschnitt im Hotel Mamas Humbertos, Welches im 9ten Stock samt Dachterasse ueber der Stadt drohnte.
*) die entsprechenden Bilder gibt es HIER !
... - to be continued-
Demnaechst gibts dann Reflexionen zum Thema:
warum spaniesche Arbeiter mit deutsche Kollegen Minderwertigkeitskomplexe haben
weshalb man ab der franzoesischen Grenze (fast)nackt und mit offenem Fenster schlaeft und bis Mittags den Raum Dunkel haelt.
wie man sich am entspanntesten be 43 Grad Aussentemperatur bewegt
warum Leitungswasser verchlort und des spaniers Lieblingsfruehstueck aus veroeltem Zwieback mit Tomaten besteht
warum man Kaffe nur "con letche" oder "presso" bekommt
und warum wir keine Angst vor der "Globalisierung" haben muessen
am Morgen waren unsere taeglichen Fixpunkte.Ob Nacktbaden oder 40km Privat-Tour-de-France, man liess sich in den Tag leben. Nette BBQs mit Freunden und franzoesischen Spezialitaeten* (Schnecken) sowie eine am Vorabend besuchte dezent-rassistische "Negerperformance" mit starkpigmentierten Gebietsfremden im Affenkostuem gaben genug Gespraechsstoff fuer den Abend her. Im nahe gelgenen Aix-le-Bain konnten wir Manu Chao (link) und seiner Manu Negra Band zum Nullkostentarif von der benachbarten Dachterasse der CASA-MAMA-DESTAGNOL lauschen und dabei genuesslich vergorenen Traubensaft und Kaffe geniesen.
Leider entliess mich viel zu frueh auch dieser schoene Ort irgendwann wieder richtung Sueden. Mit etwas benzingetriebener Anschubunterstuetzung startete ich von Grenoble meinen Trampmarathon ins 1200 km entfernte Valencia. Eine Alt-68erin bis Valence (FR), eine drogentransportierende und um ihre katze trauernde Studentin bis Barcelona (ESP) und ein porschefahrender, hoteleignender und antiquitaetenhandelner Raser (inkl. Radarwarnausstattung) brachten mich in klimatisierten Kutschen (spanisch: cotsche) nach einer Reise von 12 Stunden an mein gewuenschtes Ziel. Ich war froh mein Zelt nicht in der Pamper aufschlagen zu muessen und eine unter der drueckenden Industriepotthitze Valencias auf die klimatisierte Unterkunft eines Freundes zurueckgreifen zu koennen. Nach einer naechtlichen Stadtrundfahrt (uebrhaupt laeuft oder biked man in spnaien scheinbar niemals) also einen "sightseeing" auf spanisch, einer Cerveza und einigen Tapas beendete ich diesen Abschnitt im Hotel Mamas Humbertos, Welches im 9ten Stock samt Dachterasse ueber der Stadt drohnte.
*) die entsprechenden Bilder gibt es HIER !
... - to be continued-
Demnaechst gibts dann Reflexionen zum Thema:
warum spaniesche Arbeiter mit deutsche Kollegen Minderwertigkeitskomplexe haben
weshalb man ab der franzoesischen Grenze (fast)nackt und mit offenem Fenster schlaeft und bis Mittags den Raum Dunkel haelt.
wie man sich am entspanntesten be 43 Grad Aussentemperatur bewegt
warum Leitungswasser verchlort und des spaniers Lieblingsfruehstueck aus veroeltem Zwieback mit Tomaten besteht
warum man Kaffe nur "con letche" oder "presso" bekommt
und warum wir keine Angst vor der "Globalisierung" haben muessen
memodat - 1. Aug, 15:02