Sonntag, 2. Dezember 2007

Frontbericht

So liebe Leser und Zufallsklicker,
Nach langer Funkstille auf diesem Kanal kann ich euch beruhigen dass Kristianstad noch existiert. Mein kleines Intermezzo hier in Skåne (der südlichsten Region Schwedens) neigt sich auch dem Ende zu. Da ich diesen Blogg in den letzten Wochen etwas sträflich behandelt habe hier das wichtigste (quasi als Conclusion) nachgereicht.

Gleich geblieben ist, dass die Bahn in Deutschland immer noch streikt und dass ich immer noch ein gerüttet Mass meiner Zeit in und um den Educarekurs verwerte.
Neu ist, dass sich hier im Gegensatz zu den heimatlichen Gefilden immer noch kein Schnee eingestellt hat und es weder Stollen noch Spekulatius gibt. Das sind schon einmal 3 Gründe einen organisierten Rückzug anzutreten.

Anfang November hat es mich im Rahmen eines obligatorischen FES-Seminars (diesmal zum Themenfeld Lobbyismus) 5 Tage nach Berlin verschlagen. Ein kurzer (und unangekündigter) überraschungseinfall in Ostritz anlässlich des Geburtstages der “Grossen Kleenen” (Schwester) und 2 schöne Kultur -( ”Mein Kampf” von Tabori ) und Partytage bei Lars (befreundeter Stipi an der FU) und Johannes(Ex-philosphiekommilitone aus Chemnitz) verpassten dem Ganzen noch einen angenehmen Rahmen.

Mitte November kam der selbe Lars dann nach Kristianstad, wir mieteten einen superggünstigen fahrbaren Untersatz und jagten damit recht regelwiedrig nach Stockholm, um ein kleines skandinavisches Stipendiatentreffen zu initiieren.Ein netter Caféabend am Freitag, ein “Hintegrund”-Gespräch über skandinavische Besonderheiten im Auslandsbüro
der FES , Architektur- und jüdisches Museum, Film und Jazzfestival am Samstag und eine sonntägliche solitäre (alleinige) Heimfahrt an der schönen Schwedischen Ostseeküste (siehe Kalmar ) sind die Schlaglichter dieses Aufenthaltes. Fazit: Städte sehen ist gut, Leute dort zu kennen ist besser und Stockholm zu jeder Jahreszeit einfach schön.

Das Auto wurde dann am Montag gleich noch für einen weitere Tour (quasi einen Damenausfahrt mit 4 internationalen Mitstudentinnen) geschunden. Ziel war Helsinbgborg mit seinem Küsten-Naturpark. Da unsrere Tripinitiatorin entgangen war, dass das eigentliche Ziel ( Hamlets Schloss ) in Dänemark liegt, haben wir Kurzerhand eine Fähre genommmen um uns den Augenschmaus wenigstens von Aussen (siehe montäglicher Ruhetag) anzusehen. Den obligatorischen Cafébesuch möchte ich natürlich nicht unterschlagen.

Aktuell ziehen wir gerade einen Trip im fernen Kiruna durch, der aus irgendeiner Laune eines Spaniers und Mir eine Universitätsstudienreise für 42 Leute hat werden lasse. Flugplatz- und Bettkapazitäten können für derartige Gruppengrössen und zu dieser Jahreszeit schon mal zum Problem werden und ich durfte mich wieder mal im Organisieren üben! (Quasi damit ich nicht aus der übung komme!) Letztendlich ist es hier aber nur Kälter (-15 `C), Schneeiger (30-50cm) und Dunkler (13.30-9.30 Nacht und zwischendurch auch keinen Sonne). Wir konnten die (!) schwedische Raketenbasisbesichtigen, die im wesentlichen Sateliten kontrolliert, Wetterballons präpariert und Forschungsraketen kallipriert. Zu erwähnen ist ausserdem die Sauna, die zur anschliessenden Abkühlung im Schnee förmlich einlädt (Bilder und Filme später!) und die eindrucksvolle ”Hightechmine” Malmberget nahe Gallivare. Auf 1250m Tiefe verteilen sich hier 500km (!) Strasse von der 100km zweispurig asphalltiert sind. Diese Konditionen werden auch ausgeschöpft wenn einmal jährlich ein 4-Bahnen-Rennen in Malmberget unter der Erde zu Gast sein darf. Riskant sind hingegen eher die alltäglichren Rennen, die die Trucks mit 110t Gestein im Schlepptau (und ohne Rücksicht auf dazwischenfahrende Besucherbusse) zwischen Loader und Crusher
veranstalten. Alles recht eindrucksvoll und allemal einen Besuch wert. Heute gehts noch zu Fridas Eltern nach
Skelleftea und diese Zeilen entstehen in Schriftform im Zug, in dem ich jetzt noch 5 weitere Stunden zubringen werde.
Die generellen Tagesaktivitäten erstrecken sich nach wie vor auf Karten-, Poker- und neuerdings auch Siedler und Netzerkspiele ( UT2004 , Civ IV ,…). Kulinarisch versuchen wir uns mit typisch schwedischem (aber übersüsstem) Glögg ,oder wahlweise selbstgemachtem Punsch sowie Kanellbulle auf Weihnachten einzustimmen. Die Sauna und die vorgelagerten gekraulten Bahnen am Montag und Dienstag sind immer noch der Sport meiner Wahl….

Dienstag bin ich wieder zurück, wir werden in Educare noche einige integrative Schulen besuchen (Kooedukation von gehandykapten und “Normalen” ist hier grosses Thema) und dann werde ich langsam aber sicher die Just-In-Time-Weihnachtsrückkehr anpeilen.

Ich brauche sicher nicht zu erwähnen, dass ich einen ganzen Tross an Leuten gefunden habe die ich schon Freunde nennen würde und mit denen ich wichtige und verschienartige Erfahrungene teilen darf. Das macht den Abschied nicht leicht. Aber gute Freundschaften halten ja bekanntlich auch über Distanz.
Ich wage noch nicht zu spekulieren wie sich mein ”Rehabilitastionsprozess” in Chemnitz gestalten wird. Es gibt zwar schon Praktikaideen, sowiso genügend zu tun und die ersten Einladungen in andere Länder sind ja auch schon vakant. Falls es persönlichen Kommunikationsbedarf gibt, bin ich ab Januar wieder erreichbar und ab und an auch wieder auf Abruf ”frei” verfügbar…!

Und zu guter Letzt, der angekündigte neue Rechenknecht mit dem markantem Lichtapfel auf dem Hinterkopf arbeitet wunderbar auch wenn der Service (bessergesagt der Kundendienst) des Internetkauftempels des Herstellers eine Katastrophe ist.

Nette Zeiten und bis Bald….

Bilder gibt es a soon as possible in alt bewertem Flashalbum hier !


Zzzzzzzwwwwwwwwwwuuuschhhhhhhhhhhhhh

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